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Gabriele Gysi wurde am 13. Juli 1946 in Berlin geboren. Ihr Vater war Klaus Gysi, Minister für Kultur, Botschafter der DDR und Staatssekretär für Kirchenfragen. Ihr zwei Jahre jüngerer Bruder ist der Politiker und Rechtsanwalt Gregor Gysi.
Nach dem Abitur 1965 studierte sie von 1966 bis 1970 an der Schauspielschule Berlin. Von 1970 bis 1985 war sie an der Volksbühne Berlin als Schauspielerin unter der Leitung von Benno Besson engagiert, war Sprecherin bei verschiedenen Hörspielen und arbeitete als Filmschauspielerin in Märchenfilmen.
1975 bis 1980 studierte sie im Fernstudium Philosophie an der Humboldt-Universität.
1981/82 spielte sie unter der Regie von Frank Castorf am Theater in Anklam und führte 1982/83 dort auch zum ersten mal Regie in "Die Gewehre der Frau Carrar" von Bertolt Brecht.
1985 verließ sie die DDR und zog nach Bochum, wo sie am Schauspielhaus als Schauspielerin unter der Leitung von Claus Peymann arbeitete. 1989 begann sie wieder selbst zu inszenieren, zuerst den "Kuß der Spinnenfrau" von Manuel Puig im Theater am Südstern in Berlin. Es folgten zahlreiche Inszenierungen in verschiedenen deutschen Städten, zum Beispiel Moers, Oberhausen, Münster, Tübingen, Mainz, Rostock, Bonn, Köln, Aachen, Chemnitz, Karlsruhe und Berlin, darunter Georg Büchners "Woyzeck" (1992), Heiner Müllers "Quartett" (1994), Friedrich Schillers "Kabale und Liebe" (1996), Samuel Becketts "Warten auf Godot" (1997), Johann W. Goethes "Faust" (1998) und einige Shakespeare-Inszenierungen, zum Beispiel "Was ihr wollt" (1990), "Hamlet" (1995) und "Heinrich IV" (1999).
Von 1986 bis 1991 lebte sie in Berlin, heiratete dann den Graphiker Harald Michaelis und zog nach Köln. Neben ihrer Arbeit als Regisseurin stand sie selbst auf der Bühne oder vor der Kamera, leitete Szenenstudien und hielt Lehraufträge ab, zum Beispiel in Rostock, Köln, Bern und Leipzig; 1997 war sie kommissarische Schauspieldirektorin am Volkstheater in Rostock.
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